Wandern in Oberbayern: Rötelstein (1394m) bei Ohlstadt


Schlehdorf

Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen

Anfahrt Bus & Bahn: mit der Bahn bis Ohlstadt, vom Bahnhof immer Richtung Osten durch den Ort bis zur Heimgartenstraße

Dauer: ca. 3 Stunden

Schwierigkeit/ Kondition: leicht

Höhenmeter: 722 m

Kulinarischer Genuss: eine unschlagbare eigene Brotzeit unterwegs

Familien:
mit Wurstbrot und Wasser ausgerüstet ist diese Tour auch sehr gut für Familien geeignet

In aller Herrgottsfrühe klingelt der Wecker und man quält sich aus den weichen Federn. Ihnen reicht dieses Szenario unter Woche und Sie lieben es am Wochenende mal in Ruhe auszuschlafen? Trotzdem möchten Sie auch nicht aufs Gipfelglück verzichten? Dann ist unsere „Spätaufstehertour“ auf den Rötelstein bei Ohlstadt genau der richtige Tipp. Vielleicht auch weil immer mehr Leute mit Höhenmessern und Schrittzählern unterwegs sind, bleibt diese relativ kurze Tour oft den wenigen Genießern. Mit etwas Glück kann man den Blick von ganz oben daher auch ganz alleine genießen.
Wir starten diesem Motto entsprechend sehr gemütlich mittags und folgen zunächst ab der Heimgartenstraße einem breiten Forstweg leicht bergauf. Die Schilder Richtung Rötelstein weisen uns unkompliziert den Weg und wir atmen tief die frische, gesunde Waldluft ein. Zwischendurch erspähen wir durch die Baumwipfel immer wieder die großen Nachbarn Heimgarten und Herzogstand. Nach etwa einer Stunde gelingt uns dann noch einer kurzer Blick auf den Staffelsee, bevor wir zuerst links ein Bachbett überqueren und dann rechts auf eine weitere Forststraße abbiegen. Nach einer erneuten Abzweigung links, Richtung Rötelstein, wird der Waldweg zum Pfad der über einen Sattel führt. Da es kein Gipfelglück ohne zumindest ein wenig Anstrengung gibt, haben es die letzten 15 Minuten Aufstieg wirklich in sich. Hier ist es kurzfristig steil, Trittsicherheit ist gefragt und wir wissen wieder warum wir auch für diese Tour gute Bergschuhe angezogen haben.  Achtung: besonders bei Nässe, kann der Boden glatt sein. Zur Sicherheit sollte man sich hier lieber auch mal mit den Händen festhalten statt Fotos zu machen oder den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Bei einem ähnlichen Manöver sind an dieser Stelle bereits Bergsteiger abgestürzt. 

Hat man diese Herausforderung gemeistert, wird man aber sofort dafür mit dem weiten Blick über das Alpenvorland belohnt. Staffelsee, Riegsee, Froschhauser See und der Kochelsee bilden bei entsprechender Fernsicht eine beeindruckende Wasserlandschaft zwischen unseren geliebten Bergen. Besonders beeindruckend ist der Rötelstein übrigens wenn sich der Felsen in der Morgensonne dem Namen entsprechend färbt. Unser alternativer Vorschlag für eben genannte Langschläfer: dem Berg im Herbst einen Besuch abzustatten. Die sich bunt verfärbende Landschaft zusammen mit dem Rötelstein im goldenen Herbstlicht macht die Wanderung zu einem ganz besonderen Genuss.
Zurück geht es zu Anfang auf den gleichen Pfad. Auf dem Waldweg biegen wir jedoch links ab Richtung Kaseralm (Selbstversorgerhütte). Es geht nochmals ein paar Meter bergauf, halb um den Käserberg herum bis wir die Alm erreichen.  Dort halten wir uns rechts, über eine Almwiese und einen Weg aus Baumstämmen (Vorsicht Rutschgefahr). Der Weg 443 sowie 441 führt uns direkt zurück nach Ohlstadt. Alternativ lässt sich die Tour natürlich auch umdrehen und mit dem abwechslungsreichen Weg über die Kaseralm beginnen, um dann für den Abstieg den gemütlichen Waldweg zu wählen.

Tipps:
Wer als Frühaufsteher doch schon mittags wieder im Tal ist, nutzt am Besten die Zeit für einen Besuch im nahe gelegenen Freilichtmuseum „Glentleiten“. Im größten Freilichtmuseum Südbayerns lässt sich bäuerliche Kultur und Geschichte eindrucksvoll erleben.

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