Wandern in Oberbayern: Schatzsuche 2.0 - Geocaching im Oberland


Diverse Oberbayern

Landkreis: Umland – Bayerisches Oberland

Geocaching - Ein riesen Spaß für die ganze Familie

Papa sitzt schon im Auto, Mama packt schnell den letzten Rucksack und vergewissert sich, dass die Kleinen auch ihre Brotzeit eingesteckt haben. Die Aufregung steht den Knirpsen ins Gesicht geschrieben: eine echte Schatzsuche steht bevor! Aber nicht in irgendeinem Freizeitpark, sondern direkt hier bei uns im bayrischen Oberland! Wie, glauben Sie nicht? Na dann haben Sie wohl noch nichts vom Geocaching gehört…

Geocaching – Was ist das?

Geocaching ist die Schatzsuche des 21. Jahrhunderts. Hierbei gilt es mit Hilfe von GPS-Daten einen Schatz zu finden, der zuvor von einem anderen Geocacher versteckt wurde. Dieser kann ein kleines Geschenk, ein Brief oder auch schon einmal ein Jobangebot sein. Ja, Sie haben richtig gelesen, selbst Jobs werden mittlerweile über diesen Weg ausgeschrieben. Beim „klassischen Geocaching“ befinden sich in der Regel aber kleine Geschenke. Hat ein Geocacher einen Schatz entdeckt, nimmt er diesen aus dem Versteck und legt einen neuen Schatz hinein.Geocaching – eine Gebrauschanleitung Bevor es raus in die Natur zur Suche geht, bedürfen es ein paar kleiner Vorbereitungen. Zunächst sucht man sich auf einem der zahlreichen Internetforen wie www.geocaching.com oder www.opencaching.de einen Schatz in der Gegend, in der die Suche stattfinden soll. Gemeinsam mit einer kurzen Beschreibung des Schwierigkeitsgrades, des Geländes und der Art des Geocaches, sind dort auch die GPS-Koordinaten zum Download auf das eigene GPS-Gerät zu finden. Aber Vorsicht: Da die Ungenauigkeit der GPS-Daten bei ca. 10 m liegt, führt einen auch das präzieseste GPS-Gerät nur in die unmittelbare Nähe des Caches. Für fortgeschrittene Cacher sind auf den oben genannten Plattformen neben den Klassik-Caches zudem auch viele weitere Varianten der Schatzsuche beschrieben. So gibt es zum Beispiel so genannte Multi-Caches. Diese führen den Suchenden zu verschiedenen Stationen, von denen aus man die nächsten Koordinaten erhält. Auch Rätsel wie kleine Rechnungen oder Sudokus werden hier gern eingebaut, um das Suchen noch ein wenig kniffliger zu machen. Hat man die angegebene Stelle dann erreicht, heißt es genau hinschauen. Caches können sich auf Ästen, in Laubbergen oder in kleiner Form sogar versteckt in Felsspalten verbergen. Ist der Cache dann gefunden, erreicht die Spannung ihren Höhepunkt: Was wird wohl drin sein? Ein Schlüsselanhänger? Eine CD? Oder vielleicht eine süße Überaschung? Wichtig ist, dass sich der Finder im beiliegenden Logbuch einträgt. An dieser Stelle können auch gerne lustige Anekdoten vom Suchvorgang berichtet werden, über die sich die Nachfolger freuen können. Wieder Daheim wird sich dann auch in das Internet-Logbuch eingetragen, damit der Verstecker direkt erfährt wie oft der Cache schon gefunden, oder auch nicht gefunden werden konnte.

Wo kommt Geocaching her?

Bis Anfang Mai 2000 stand die Nutzung von GPS-Daten ausschließlich dem US-Verteidigungsministerium offen. Durch das Einbauen künstlicher Fehler, die nur von ihnen selbst wieder herausgerechnet werden konnten, ergab sich für die zivile Bevölkerung eine Ungenauigkeit von 100 m bei der Nutzung von GPS-Signalen. Am 2. Mai jedoch verkündete der damalige US-Präsident Bill Clinton, dass diese künstlichen Fehler in Zukunft nicht mehr verwendet werden dürften. Somit stand der Nutzung von GPS-Signalen durch Zivilisten nichts mehr im Wege.Gleich einen Tag später entschloss sich ein gewisser Dave Ulmer dazu, ein weltweites Spiel zu starten, bei dem die GPS-Technik dazu genutzt werden sollte, kleine Schätze zu finden. Nachdem er einen schwarzen Plastikeimer gefüllt mit CD’s, einer Steinschleuder und einigen weiteren Kleinigkeiten nahe Portland im US-Bundesstaat Oregon versteckt hatte, veröffentlichte er die dazugehörigen GPS-Daten auf einer Usenet-Seite im Internet. Da die Idee schnell hunderte von begeisterten Anhängern fand, konnten alle Caches bereits einige Monate später auf Internetseiten wie geocaching.com aufgelistet werden.Für wen ist Geocaching geeignet und wo kann ich das machen? Ideal ist das Geocaching für abenteuerfreudige Familien die ihrem Sonntagsausflug einen besonderen Kniff verleihen wollen. Da die Caches in Schwierigkeitsgrade eingeteilt werden, können problemlos sich auch unegübte Naturfreunde zur Schatzsuche aufmachen. Bei uns im Oberland gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Geocaching. So hat zum Beispiel der Tourismusverband Alpenregion Tegernsee-Schliersee schon einige Caches versteckt. Auf einer interaktiven Karte kann man die Koordinaten der Caches einsehen und bekommt auch gleich eine kleine Beschreibung, wo genau sich der Schatz befindet. Wer selbst kein GPS-Gerät besitzt, kann sich ein solches an der Tourist-Information kostenlos ausleihen. Eine andere Möglichkeit das Geocaching im Oberland einmal auszuprobieren, ist eine geführte Tour von Lutz Rudat in Echelsbach bei Bad Bayersoien mitzumachen. In Gruppen von 6 - 15 Personen, gerne viele Kinder, wird nach einer kleinen Einführung in die Technik direkt losgesucht. Insgesamt sechs Caches gilt es zu finden. Um den Spannungsfaktor für die Kleinen noch etwas höher zu halten, müssen an jedem Punkt kleine Rätsel gelöst werden, um die nächsten Koordinaten zu erfahren. Zur Belohnung gibt’s dann Gummibärchen und andere Kleinigkeiten, die Kinderaugen zum leuchten bringen. Die GPS-Geräte werden gegen einen Unkostenbeitrag von acht Euro zur Verfügung gestellt.

Was brauche ich zum Geocaching?

Das wichtigste Utensil um Geocaching betreiben zu können, ist ein GPS-Gerät. Wer unsicher ist, welches Gerät sich für welche Zwecke am Besten eignet, findet hier bei uns in den nächsten Wochen ein paar Test mit verschiedenen Geräten. Außerdem kann man bei diversen Bergsportläden im Oberland oder beim Tourismusverband Tegernsee-Schliersee GPS-Geräte ausleihen..

Ein Paar Tipps für Ihre Schatzsuche

Damit das Geocaching-Erlebnis für Sie und Ihre Familie ein rundum erfolgreicher Trip wird, haben wir hier eine kleine Liste an nützlichen Dingen zusammengestellt, an die Sie auf jeden Fall denken sollten:

  • Ersatzbatterien für das GPS-Gerät und die Taschenlampe
  • Stifte und ein Notizbuch
  • Kompass, für den Fall dass das GPS-Gerät mal keinen Empfang hat
  • Karte zum Überblicken großer Distanzen
  • Feuchttücher
  • Handschuhe
  • Taschenlampe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Festes Schuhwerk
  • Regenkleidung

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