Airport Oberland

Abheben in der Loisachstadt

„Guten Morgen auch aus dem Cockpit, mein Name ist Gerald Maritschnegg. Ich bin heute Ihr Kapitän auf Ihrem Flug vom Airport Oberland nach Rom. Ich hoffe, Sie fühlen sich wohl an Bord unseres A320 und wünsche Ihnen nun einen angenehmen Flug“. Kaum jemand, der diesen, oder zumindest einen ähnlichen Satz nicht schon einmal gehört hat. Manch einer mag sich in einem solchen Moment denken, hoffentlich weiß der da vorne, was er tut. Was aber genau tut der da vorne eigentlich Bis vor einigen Jahren war es kein Problem, dem Flugkapitän und seinen Co bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, seit dem 11. September 2001 ist das aber nicht mehr möglich. Außer, man fliegt in einem Flugsimulator.

Klar, werden Sie jetzt denken, die stehen ja auch an jeder Ecke rum. ein, natürlich tun sie das nicht. In Wolfratshausen allerdings steht tatsächlich einer. Nicht an einer Ecke, sondern im Hobbyraum von Gerald Maritschnegg. Vier Jahre baute Maritschnegg an einer Nachbildung des Cockpits eines Airbus A320. Jeder Schalter, jedes Display, jeder Knopf, alles baugleich mit dem Original. Perfektioniert wird das Gefühl eines echten Fluges durch Vibratoren in den Sitzen, originalgetreuen Geräuschen und einer großen Projektionsfläche vor den Fenstern.

Sie sind der Copilot

Bevor Kapitän Maritschnegg seine Gäste allerdings auf den Sitz des Copiloten lässt, geht es erst einmal zum Crewbriefing. Je nach Wissensstand des neuen Copiloten werden die Ab- und Anflugrouten besprochen, das Wetter gecheckt und der Treibstoffbedarf berechnet. Durch die Detailverliebtheit des Gastgebers taucht selbst ein flugunerfahrener Neuling innerhalb von Minuten in eine perfekte Illusion. Nachdem der „Papierkram“ erledigt ist, besteigt die Crew das Flugzeug. Auch hier werden, wie im echten Pilotenleben, erst einmal die Checklisten durchgegangen bevor Kapitän Maritschnegg seinem Co die Anweisungen zum Starten der Triebwerke, zum Lösen der Bremsen oder zum Funken mit dem Tower gibt. Spätesten jetzt ist man sich nicht mehr sicher, ob das Gerät in dem man gerade sitzt nicht wirklich abheben wird. Langsam rollt die Maschine jetzt über den Taxiway Richtung Startbahn. Dort angekommen, gibt es einen letzten Check der Systeme und die Startfreigabe. Das Flugzeug vibriert, der Schub der Triebwerke schiebt den A320 über die Piste. Kurz darauf hebt er ab, dem Himmel entgegen. „Fahren Sie bitte das Fahrwerk ein“, sagt Maritschnegg, ein kurzes spürbares Rumpeln und die Räder sind drin. Ab hier übernimmt der Autopilot und es ist Zeit, das gerade Erlebte erst einmal zu sortieren.

Vom Airport Oberland in die ganze Welt

Je nach persönlicher Vorliebe des Gastes gibt es die Möglichkeit, von weltweit rund 5000 Flughäfen zu starten und ebenso viele Ziele anzufliegen. Aber auch hier zeigt sich einmal mehr, dass man als Gast von Gerald Maritschnegg ein Event erlebt, welches so realistisch wie möglich sein soll. „Viele der Flughäfen sind zwar vom Gelände her identisch mit den Originalen, die Gebäude sind allerdings nur Standardanimationen. Einige Flughäfen, zum Beispiel Salzburg oder Hamburg, gibt es bereits als originalgetreue Nachbauten. Dementsprechend empfehle ich meinen Gästen natürlich auch immer von einem dieser Airports zu starten. Das macht einfach viel mehr Freude“. atürlich sollte die gewählte Flugroute dabei so sein, dass die Zeit in der Luft nicht viel mehr als eine Stunde beträgt. Denn wirklich spannend wird es eigentlich erst wieder bei der Landung. Nachdem das Flugzeug dann das Gate des Ankunftsflughafens erreicht hat, die Bremsen angezogen und die Triebwerke abgestellt sind, ist Zeit für Fragen. Zum Beispiel, wie kommen Sie dazu sich einen Flugsimulator in den Keller zu bauen Eine Frage, die Gerald Maritschnegg oft zu hören bekommt. „Ich wollte eigentlich immer Pilot werden, aus gesundheitlichen Gründen ist mir das aber leider nicht möglich gewesen. Die Liebe zur Fliegerei ist aber trotzdem geblieben und so habe ich irgendwann angefangen den Simulator zu bauen“.
eben dem rein technisch nötigen Wissen, eignete Maritschnegg sich auch die für einen Piloten nötige Theorie an, so dass er die Fragen seiner Gäste mit einem beachtlichen Fachwissen beantworten kann. Manche mögen an dieser Stelle denken, ein bisschen verrückt ist das schon, sich ein solches Gerät in den Keller zu bauen. Da mag etwas Wahres dran sein, aber was wäre unsere Welt ohne Menschen, die an ihre Träume glauben und diese auch manchmal in die Realität umsetzen.

Wo kann ich fliegen

Möchten Sie sich auch einmal als Copilot neben Gerald Maritschnegg setzen Dann rufen Sie ihn doch einfach einmal an und vereinbaren einen Termin. Tel 08171-78662