Alle Jahre wieder - Spassbremse Zecke

Jedes Jahr erkranken wieder Menschen durch Zeckenbisse am FSME-Virus. Insbesondere jetzt, wo das Wetter langsam aber sicher wieder zum Aufenthalt in der Natur lockt. Das Bayerische Oberland gehört dabei schon „traditionell“ zu den besonders gefährdeten Gebieten. Aus diesem Grund möchten wir hier noch einmal auf diese mögliche Gefahr aufmerksam machen und ein paar Tipps und Infos zu diesem Thema geben.


Auch wenn die Meisten FSME-Erkrankungen zum Glück Harmlos verlaufen, besteht trotzdem das Risiko einer schwereren Erkrankung mit Spätfolgen. Hier also ein paar Antworten auf wichtige Fragen:

Wann ist „Zeckenzeit“?

Ab sieben Grad Celsius werden die kleinen Blutsauger aktiv. Das heißt, trotz der einen oder anderen frostigen Nacht, sind sie bereits unterwegs. Und das bis zum Spätherbst. Gegen aller immer wieder aufblühenden Gerüchte, lassen sich Zecken auf der Suche nach einem Wirt nicht von Bäumen fallen. In der Regel sitzen sie im Gras oder in Büschen bis ca. 1,5 Meter Höhe. Hier warten sie, bis ein „Opfer“ sie abstreift. Einen guten Schutz bilden hier lange, geschlossene Kleidungsstücke. Nach einem Spaziergang in der Natur, sollte man sich, seine Kinder und Haustiere auf jeden Fall einmal nach einem ungebetenen Gast absuchen.

Wie entferne ich eine Zecke?

Die Zecke sollte zum herausziehen so nah wie möglich am Kopf gepackt und möglichst gerade herausgezogen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Körper der Zecke nicht gequetscht wird. Hierdurch würde eine mögliche Übertragung von Erregern gefördert werden. Auch ein Gerücht welches immer wieder auftaucht ist, die Zecke mit Uhu (Alleskleber) zu bedecken um sie so zu ersticken. Auch hier entsteht durch den Todeskampf des Tieres eine erhöhte Infektionsgefahr. Ein gutes Hilfsmittel zum entfernen sind so genannte Zecken-Pinzetten. Diese bekommt man in der Drogerie.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist immer dann angesagt, wenn Reste der Zecke in der Haut verbleiben und / oder es zur Bildung eines roten Punktes um die Einstichstelle kommt. ACHTUNG: Die Symptome einer Erkrankung können noch mehrere Wochen nach einem Stich auftreten.