Fünf Seen Filmfestivals geht zu Ende

Das zweitgrößte Filmfestival Süddeutschlands verzeichnet 12.000 Besucher

Starnberg, 08.08.2011: Das Fünf-Seen-Filmfestival boomt. Fast 12.000 Besucher sahen in zwölf Tagen über 130 internationale, nationale und regionale Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme. Das Festival verzeichnet 2011 erneut trotz schlechten Wetters einen Besucherzuwachs von fast 20 Prozent, nach 10.000 Besuchern im Jahr 2010. „Ich bin sehr glücklich über die Entwicklung des Festivals“, sagt Matthias Helwig. Das 5. Fünf-Seen-Filmfestival von 27.07. bis 07.08.2011 mit Zentrum in Starnberg fand in diesem Jahr erstmalig an allen Seen des Fünf-Seen-Lands statt. Das Publikum und vier Jurys vergaben sieben Preise.

Hannelore Elsner als Ehrengast des diesjährigen Fünf-Seen-Filmfestivals war begeistert. Vom Festival, von der Filmauswahl, der Stimmung und vom Publikum: „Dieses Festival ist einfach toll und ausgesprochen wichtig für den deutschen Film. Es ist einmalig, was Matthias Helwig und sein Team hier auf die Beine stellen.“ So kam Hannelore Elsner auch nicht nur zu den offiziellen Besuchsterminen, sondern auch „ganz privat“ als Interessierte, unterhielt sich gerne mit den Besuchern und genoss den Sichelmond über dem Starnberger See auf der Dampferfahrt. Konstantin Wecker sprach bei der Vorstellung von „Wader Wecker Vater Land“ nicht nur über den Film und die Entstehung, sondern setzte sich spontan an den frisch gestimmten Flügel, um unplugged einige seiner schönsten Lieder zum Besten zu geben: Frenetischer Applaus des Publikums. Dies sind nur zwei von vielen Anekdoten des 5. Fünf-Seen-Filmfestivals, die deutlich machen, was so viele Besucher, seien sie nun aus der Branche oder einfach an Filmen interessiert, so an diesem Festival schätzen: Die Intimität, das Persönliche, die Nähe zu den hochkarätigen Filmemachern, die teils von weit her anreisen. „Wo findet man ein Festival wie dieses denn schon“, so die immer wieder zu hörende Frage, die ja eigentlich eher ein Statement ist.

130 Filme konkurrierten um sieben verschiedene Preise, die vier hochkarätig besetzte Jurys unter Vorsitz von Edgar Reitz sowie das Publikum zu vergeben hatten. Fast 12.000 Besucher strömten in das Fünf-Seen-Land und sahen Produktionen, die noch nicht oder nicht mehr im Kino zu sehen sind – oder nie zu sehen sein werden, weil sie keinen Verleih finden, aber dennoch sehenswert sind. Neben dem Arthouse-Programm kam auch kommerzielleres Kino, auf das viele Leute schon warten, vor offiziellem Kinostart zur Aufführung, wie beispielsweise „Midnight in Paris“ von Woody Allen.

Die Spannbreite der Gäste des 5. Fünf-Seen-Filmfestivals reicht von Hannelore Elsner, Edgar Reitz, Elmar Wepper, Konstantin Wecker, Marcus H. Rosenmüller, Dominik Graf, Caroline Link, Juliane Köhler, Jürgen Tonkel, Bernhard Sinkel, Aleksej Fedorchenko, Fridrik Thor Fridriksson, Stratos Tzitzis und Paul Riniker zu vielen weiteren internationalen, nationalen und regionalen Filmemachern sowie zu zahlreichen Nachwuchsfilmern. Insgesamt präsentierten rund 65 Filmschaffende ihre Filme auf dem Festival.

Das Fünf-Seen-Filmfestival ist innerhalb von fünf Jahren, gezählt nach Filmanzahl und Vorstellungen, das zweitgrößte Filmfestival in Süddeutschland – nach dem Filmfest München und vor den Hofer Filmtagen. Auf der Preisverleihung wurde deutlich, dass für eine einzelne Person ohne einen offiziellen Träger diese Verantwortung eigentlich nicht mehr zu stemmen ist – und Landrat Karl Roth sowie Wolfgang Vogt von der Kreissparkasse München-Starnberg sagten zu, sich demnächst mit Festivalleiter Matthias Helwig an einen Tisch zu setzen, um die weitere Entwicklung des Festivals auf gemeinsamen Schultern zu tragen.

Ermöglicht wurde das Fünf-Seen-Filmfestival durch die großartige Arbeit des Festivalteams und die vielzählige Unterstützung von öffentlichen Förderern wie der Bayerischen Staatskanzlei, dem Bezirk Oberbayern, dem Landratsamt Starnberg, der Stadt Starnberg, den teilnehmenden Gemeinden, vielen Sponsoren und Preisstiftern, sowie vor allem der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg.