Hochsaison Herbst

Wandern im Tölzer Land

Angenehme Temperaturen und bunte Blätter im strahlenden Sonnenschein unter weißblauem Himmel: Keine Frage, zu keiner anderen Jahreszeit locken die Alpen mehr Wanderer vor die Haustüre. Jeder will noch einmal das schöne Wetter nutzen. Im Freien eine ordentliche Brotzeit genießen und sich die Bergluft um die Nase wehen lassen. Auch im Tölzer Land. Der Landstrich zwischen Isar- und Loisachtal hat hierfür auch allerhand in petto. Angefangen vom sogenannten „Bergbahn-Ausflügen“ bis hin zu Touren für echte Gipfelstürmer.

Simetsberg

So dürften letztere beispielsweise am Simetsberg auf ihre Kosten kommen. Sieben Stunden geht es vom Walchensee her bergauf. Es gilt, einen Höhenunterschied von 940 Meter zu überwinden, doch die grandiose Aussicht aus 1.840 Meter Höhe auf den Walchensee und die Zugspitze macht gewiss alle Mühen schnell vergessen. Eine Stunde kürzer wird der Weg beim Start im Ort Einsiedl.

Wer es nicht ganz so arg mag, ist auch mit einem Aufstieg zum Herzogstand (ca. 2,5 Stunden) oder einer Umrundung des Steins von Kochel bestens beraten.

Fahren statt gehen

Doch auch alle, die generell eher gemütlich bevorzugen, müssen nicht zwangsläufig im Tal bleiben. Mit den Bergbahnen im Tölzer Land gelangen auch Langschläfer und Spätfrühstücker komfortabel in die Höhe, um den Blick über die schönsten Alpenpanoramen schweifen zu lassen.

So bietet die Herzogstandbahn allen Wanderern und Ausflüglern vielfältige Möglichkeiten, die Bergwelt zu genießen. Von der Talstation Walchensee überwindet die Kabinenbahn in nur vier Minuten ganze 800 Höhenmeter und bringt ihre Passagiere auf den Fahrenberg mit 1.600 Metern Höhe. Spaziergänger erreichen von der Bergstation ganz bequem den malerischen Berggasthof Herzogstand, der wiederum eine gute Ausgangsbasis für viele Wanderrouten ist.

Ähnliche Möglichkeiten haben die Gäste der Brauneck-Bergbahn, die von Lenggries aus in zwölf Minuten auf das Brauneck fährt. Der Gipfel ist bei Skifahrern und Wanderern gleichermaßen beliebt. Ganz gleich, ob es sich dabei um Spaziergänger oder um Wanderer handelt, die ihn als Startpunkt für größere Touren nutzen. Die Höhenpromenade ist sogar mit Kinderwagen und von Rollstuhlfahrern benutzbar und führt in 20 bis 45 Minuten von der Bergstation auf 1.520 Meter Höhe bis zur Tölzer Hütte und zurück.

Zu Fuß lassen sich auf dem gleichen Weg auch noch die Quenger Alm, die Strasser-Alm und die Stie-Alm mit ihrer Almkäserei erreichen.

Der Große Höhenweg ist ein dreistündiger Rundweg für die ganze Familie, der etwas Trittsicherheit erfordert und den Blick auf den Starnberger See, die Stadt München und das Gebirgspanorama vom Wendelstein bis zur Zugspitze eröffnet. Fast ohne Steigung passiert man Kirchstein und Latschenkopf und gelangt über einen etwas felsigen Weg an der Stie-Alm vorbei und zurück zur Bergstation.

Vom Brauneck zur Benediktenwand

Aber auch andere Punkte können vom Brauneck aus bewandert werden. So liegen sowohl die Benediktenwand wie auch die Tutzinger Hütte in erreichbarer Nähe. Gerade einmal 3,5 Stunden pro Strecke dauert die jeweilige Tour. Sehr empfehlenswert für ausdauernde und geübte Wanderer ist hier die Variante über den teilweise mit Drahtseilen gesicherten Ostgrat zum Gipfel. Bei frühem Start ist sie als Tagestour zu schaffen (die letzte Talgondel startet 17 Uhr). Vom Benediktenwandgipfel bietet sich in 1.801 Meter Höhe eine herrliche Rundumsicht über den Starnberger See, Walchensee und ins Karwendelgebirge.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, findet in unserer Rubrik „Wandern“ noch viele weitere Touren im Oberland. Außerdem bietet der Tölzer Land Tourismus unter www.toelzer-land.de eine Wander-Broschüre zum Download an.