Vom Frühschoppen zum RinderWAHNSINN

Münsing in Oberbayern, eine kleine Gemeinde oberhalb des Starnberger Sees. Irgendwann in den 1990ern sitzen hier ein paar Einwohner gemütlich beim Frühschoppen zusammen. Was genau an diesem Tag geschah wissen wir nicht so genau. Sicher ist aber, es war die Geburtsstunde einer der schönsten Veranstaltungen im Bayerischen Oberland. Das Münsinger Ochsenrennen.

Erstmals wurde das Rennen 1996 ausgetragen, seitdem klettern die kühnen Jungs und Mädels jedes vierte Jahr auf die Rücken ihrer Ochsen um sich in der Naturarena Münsing miteinander zu messen. Was anfangs noch als kleine Gaudi begann, ist heute zu einer echten Großveranstaltung herangewachsen. Und das nicht ohne Grund. Denn nach wie vor stehen die Gaudi und das Miteinander an erster Stelle. Bereits am Donnerstag vor dem Rennen findet der Bieranstich mit Ochs am Spieß statt. Freitag und Samstag gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit, wie sich das für ein bayerisches Fest gehört, viel Bier und Musik.

Der Rennsonntag

Am Sonntag geht es dann ums Ganze. In diesem Jahr starten insgesamt 16 Teams. Ein Team besteht dabei immer aus einem Ochsen, einem Reiter oder Reiterin und dem Eigentümer des 1OS Boliden. Voraussetzung für die Starterlaubnis ist, dass der Besitzer des Ochsen Mitglied der Münsinger Ochserer ist. Als Reiter darf jeder Antreten der ein gutes Händchen für die Tiere hat und sich möglichst lange auf dem Rücken halten kann. Schon alleine das verspricht viel Schadensfreude für das Publikum.
Die Tiere werden dabei sorgfältigst ausgewählt und vorbereitet. „Nervenstark und spritzig“ muss so ein Ochs sein, sagt Eva Leinbach, Schriftführerin der Ochserer. Für das Rennen vor vier Jahren bereitete sie ihren Ochsen Luggi zudem mit einem Almsommer am Samerberg vor. „Wir sind in dieser Zeit viel in den Bergen ausgeritten und spazieren gegangen“. In diesem Jahr geht ihr Ochse Calimero mit ihrem Mann Anton an den Start.

Die Renn-Regeln

• Ein Schiedsrichter am Start gibt das Startzeichen
• Für jeden Ochsen sind während des Rennens bis 5 m nach der Startlinie zwei Hilfspersonen zugelassen
• Technische Hilfsmittel und jede Art von Doping sind verboten (Auch Ruten und Gerten sind tierschutzrechtlich verboten)
• Der Reiter muss auf dem Rücken des Ochsen sitzend die Ziellinie überqueren
• Wird ein fremder Ochse vorsätzlich behindert, wird der Verursacher disqualifiziert
• Den Schiedsrichtern bleibt es vorbehalten, Reiter zu disqualifizieren, die vorsätzlich oder durch Abwurf Ihre Ochsen verlassen und nicht sofort versuchen wieder aufzusteigen.
• Missachtung der Regeln führt ebenfalls zur Disqualifikation

Es gibt bei den Rennen 4 Vorläufe in denen immer die ersten 2 ins Halbfinale kommen. Der Rest startet noch einmal in den Hoffnungsläufen. Bei diesen kann sich der Schnellste noch fürs Halbfinale qualifizieren.
Bei den Halbfinalläufen kommen auch wieder die ersten 2 weiter und diese treffen sich dann im Finale.

In diesem Jahr findet die Veranstaltung von Donnerstag den 25.08 bis Sonntag den 28.08. statt.

Weitere Infos zum Programm mit vielen Fotos gibt es unter http://www.ochsenrennen.info/